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WeDO2 ist ein europäisches Partnerschaftsprojekt, welches das Ziel verfolgt, Lernerfahrungen und gute Praxisbeispiele im Bereich der Fürsorge für ältere Menschen zu sammeln und weiterzuverbreiten.

WeD02 sammelt erprobte Beispiele von Organisationen, welche im Bereich der formellen oder informellen Erwachsenenbildung tätig sind und sich für die Ausbildung im Bereich der Pflege/Fürsorge engagieren, entwickelt diese weiter und bietet Trainingsmodule für Ausbilder, pflegende Angehörige, Freiwillige oder öffentliche Entscheidungsträger an.  Basierend auf der Europäischen Charta der Rechte und Pflichten älterer hilfe- und pflegebedürftiger Menschen wird gemeinsam mit den Partnerländern versucht,  für Ausbilder eine Hilfestellung  zum Training engagierter Personen in der Pflege (ältere Menschen, Freiwillige, Dienstleister …) zu entwickeln.  Der Erfahrungsaustausch und die Best-Practice-Modelle sowie die Verbreitung der Inhalte der Charta sollen dazu beitragen, dass die jeweiligen Stakeholders für die Anliegen und Bedürfnisse älterer Menschen sensibilisiert und in den Prozess des wertschätzenden Umgangs mit älteren Menschen eingegliedert werden.

In den letzten Jahren haben Themen wie Missbrauch älterer Menschen und Versuche, die Qualität in der Pflege zu verbessern, sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene an Bedeutung gewonnen.  Die demografische Entwicklung ist wohl eine der größten Herausforderungen – vor allem in Krisenzeiten und angesichts der als notwendig angesehenen Sparpolitik.  Die politischen Entscheidungsträger suchen nach innovativen, nachhaltigen und vor allem kosteneffizienten Lösungen für künftige Gesundheits- und Sozialprogramme bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen.

Bereits beim ersten WeDO-Projekt kam zum Ausdruck, dass es wichtig ist,  wenn Betroffene (ältere Menschen, informelle Pflegepersonen, Dienstleister, Gesundheitsanbieter, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Personen aus der Forschung, dem Training und der Politik …) sowie verschiedene Sektoren (Psychische Betreuung, Palliativpflege etc.) einander kennen und wissen, wie sie am besten miteinander kooperieren können. Nur so kann die Lebensqualität, die Würde und das Wohlbefinden älterer Menschen sichergestellt werden.

Leider ist die Qualität in der Pflege nicht immer gegeben. Der Europäische Quality of Life-Survey (2012) zeigt auf, dass die Qualität bei der Langzeitpflege als wichtigstes Thema angesehen wird – noch mehr als die Kinderbetreuung. Die Herausforderungen in diesem Bereich werden in den kommenden Jahren durch die demografische Entwicklung größer, da Pflegedienste nicht überall verfügbar bzw. leistbar sind. Familien werden oft mit einem plötzlichen Pflegebedarf konfrontiert und benötigen Hilfestellung. Die Langzeitpflegesysteme sind nicht immer effektiv und die Kooperation zwischen den jeweils Betroffenen/Involvierten ist oft mühsam.  Alle Betroffenen sehen sich mit folgenden Herausforderungen konfrontiert:  der Mangel an verfügbaren und leistbaren Dienstleistungen, Spannungen zwischen Kosteneffizienz und Qualität, der Bedarf an Vorsorge, das Erkennen von Missbrauchssituationen bei älteren Menschen, der Bedarf an Unterstützung für informelle Pflegepersonen, der Mangel an Kooperation zwischen Gesundheits- und Sozialsystemen, der Mangel an Kooperation zwischen Familien und Fachleuten usw.

Die Bandbreite in der Langzeitpflege und die große Anzahl an Betroffenen europaweit macht deutlich, dass es immer wichtiger wird, den Erfahrungsaustausch und den Austausch von Best Practice-Beispielen auf all diesen Ebenen voranzutreiben. Wissens- und Erfahrungsaustausch, die Adaptierung und Einbindung innvativer Lösungen für ältere pflegebedürftige Menschen kann so bestmöglich unterstützt werden.  Alle Betroffenen, v. a. ältere Menschen und der Bereich der informellen Pflege, Erwachsenenbildungseinrichtungen usw., benötigen Rat und Hilfestellungen, welche sie bei der Langzeitpflege unterstützen, insbesondere Orientierungshilfen, wo man Informationen findet, Praxisbeispiele aus anderen EU-Ländern und Gelegenheiten zum Austausch. Dabei bedarf es einer leicht verständlichen Information darüber, wie Langzeitpflegesysteme funktionieren, wie sie in anderen Ländern vielleicht erfolgreicher praktiziert werden und man sich durch „Good Practices“ und innovative Zugänge  inspirieren lassen kann.

Im WeDO-Projekt (2010-2012) haben die Projektpartner eine erste Grundlage erarbeitet, um diesen Wissensrückstand zu beseitigen. Beispiele für „Good Practices“ im Bereich der Langzeitpflege wurden gesammelt, nationale Arbeitsgruppen ins Leben gerufen und transnationale Treffen durchgeführt. Eines der wichtigsten Ergebnisse war die Entwicklung eines Europäischen Qualitätsrahmens für die Langzeitpflege. Darin wurde u.a. mittels einer Liste von Qualitätskriterien und Handlungsfeldern festgehalten, was man unter Qualität in der Langzeitpflege eigentlich versteht. Darüber hinaus finden sich hier auch Empfehlungen für die jeweiligen Anspruchsgruppen, wie man diesen Qualitätsrahmen in die Praxis umsetzen kann.

Das WeDO2-Projekt geht nun einen Schritt weiter und beabsichtigt – basierend auf diesem Qualitätsrahmen – ein einfach handzuhabendes Werkzeug für die Lernerfordernisse der verschiedenen Zielgruppen zu entwickeln. Damit sollen nützliche Informationen nicht nur einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sondern auch den betroffenen Organisationen Hilfsmittel für die Aus- und Fortbildung zur Verfügung gestellt werden. Im WeDO2-Projekt geht es um den Erfahrungsaustausch zwischen kleineren Organisationen und die Auswahl innovativer Praxisbeispiele aus dem Bildungbereich. Ein einfach verständliches Ausbildungsmittel soll letztlich sicherstellen, dass der Europäische Qualitätsrahmen nicht ein ergänzendes Papierkonvolut bleibt, sondern sich konkret verbreiten und in die formelle und informelle Erwachsenenbildung einbringen kann.

Die WeDO2-Partnerschaft nähert sich dieser Herausforderung von der Train-the-Trainer- und Teilnehmerseite. Mit der Entwicklung eines Train-the-Trainer-Toolkit will WeDO2 den Austausch zwischen Organisationen aus dem Bereich der Pflege und informeller Pflegeausbildung (ältere Menschen, informelle Pflegepersonen, Freiwilligen-Ausbildungsorganisationen etc.) unterstützen. Es wird danach getrachtet, die Kompetenzen und das Wissen um die Qualität in der Langzeitpflege durch den Austausch von „Good Practices“ aus dem Aus- und Fortbildungsbereich zu verbessern und insbesondere das Wissen und die Fertigkeiten älterer Menschen in diesem Bereich zu erweitern.

 

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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